Landrätin Peggy Greiser warnt vor zweiter Welle

Landrätin Peggy Greiser warnt nach den schrittweisen Lockerungen der Corona-Verhaltensregeln vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl. „Wir sind noch längst nicht über den Berg. Im Gegenteil: Wir müssen damit rechnen, dass die Zahlen an Neuinfektionen in den nächsten Tagen und Wochen wieder steigen wird, weil es zu Ostern sicher auch mehr Kontakte gegeben hat. Wir müssen uns auf eine zweite Welle einstellen“, sagte die Landrätin.  Ein Indikator dafür sei, dass die sogenannte Reproduktionszahl, also die Personenzahl, die ein Infizierter durchschnittlich anstecke, längst wieder steige. Zwischenzeitlich sei diese künstlich auf 0,7 in Deutschland gesunken, weil in der Osterwoche einfach weniger Fälle gemeldet worden seien. Nun steige diese wichtige Kennziffer wieder. „Wenn wir wieder bei einer Reproduktionszahl von mehr als 1 angelangt sind, gehen Epidemiologen davon aus, dass die Situation sehr schnell außer Kontrolle geraten könnte. Eine Rückkehr zum Business as usual wird es deswegen so schnell nicht geben“, unterstreicht Greiser. Die jetzigen Lockerungen seien die äußerste Grenze des Vertretbaren gewesen. „Wahrscheinlich werden auch dadurch die Neuinfektionen wieder ansteigen. Wir müssen weiter diszipliniert sein, Abstand halten und alle Hygieneregeln beachten.“

Das gelte auch, wenn ab Freitag in Thüringen eine Maskenpflicht eingeführt wird. „Diese Maßnahme funktioniert nur, wenn sich alle daran halten und beim Einkaufen und im ÖPNV Behelfsschutz tragen“, erklärt Susanne Reum, Leiterin des Krisenstabs des Landkreises. „Funktionstücher, selbstgenähte Stoffmasken oder Schals reichen aus. Wir raten von überteuerten Masken ab, die beispielsweise im Internet angeboten werden und die nicht vergleichbar mit zertifizierten medizinischen Masken sind“, so die Vizelandrätin. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Einführung der Maskenpflicht in Thüringen hat der Landkreis hier auf seiner Internetseite unter CORONAVIRUS >> Mund-Nasen-Bedeckung: Fragen und Antworten zusammengestellt.