Radwandern

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist mit einem ca. 300 Kilometer umfassenden Radwegenetz überzogen. Dieses setzt sich aus 10 Radfern- und Radhauptwegen sowie sogenannten Themenrouten zusammen.

Zentraler Bestandteil hierbei ist der Werratal-Radweg, der zu den beliebtesten Fernradwegen in Deutschland zählt. Auf rund 63 Kilometern durchzieht er den Landkreis von Südost nach Nordwest. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1997 verbringen jährlich tausende Radler ihre Freizeit auf diesem Radweg. Dies führte auch zu einem enormen Aufschwung des Radverkehrs im gesamten Landkreis.

Das Radwegenetz des Landkreises Schmalkalden-Meiningen wird sukzessive erweitert, sodass mittlerweile Radfahren in allen Regionen des Landkreises auf hohem Niveau möglich ist.

Randwandern im Thüringer Wald Quelle: Werratal-Touristik / Eisenschink

Randwandern im Thüringer Wald
Quelle: Werratal-Touristik / Eisenschink

Zudem gibt es vor allem in der Rhön und dem Thüringer Wald für Liebhaber des Mountainbikings hervorragende Möglichkeiten. Auch bemüht sich der Landkreis seit mehreren Jahren um den Aufbau von Verleihstationen für E-Bikes bzw. Pedelecs und bietet für Nutze dieser Räder entsprechende Touren an.

Mit dem Thüringer Radsonntag hat sich ein Rad-Event in und um Schmalkalden etabliert, das im Jahr 2014 bereits zum vierten Mal stattfand. Über tausend Radler nehmen jährlich an dieser familienfreundlichen Sternfahrt mit Ziel auf dem Schmalkalder Altmarkt teil.

 

„Fahrradfreundlichen Landkreis“

Vor diesen Hintergründen fasste der Kreistag bereits im Jahr 2012 den Beschluss, den Landkreis Schmalkalden-Meiningen zu einem „Fahrradfreundlichen Landkreis“ zu entwickeln. So ist beispielsweise der Landkreis Mitglied in der 2013 neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen des Freistaates Thüringen. Das vor ca. 12 Jahren erarbeitete Radroutenkonzept des Landkreises befindet sich gegenwärtig in Überarbeitung; eine wesentliche Rolle hierbei spielt das Ziel „Fahrradfreundlicher Landkreis“. 

Radverkehrskonzept 

Das Fahrrad wird als Verkehrsmittels immer beliebter. Kurze bis mittellange Strecken können in relativ geringem Zeit- und Kraftaufwand bewältigt werden ohne dabei die Umwelt und den Geldbeutel zu belasten. Steigende Mobilitätspreise, ein entwickeltes Gesundheits- und Umweltbewusstsein aber auch die Freude am Radfahren überzeugen immer mehr Menschen zum Umstieg. Ein Nachweis für die erhöhte Radnutzung ist der Anteil des Radverkehrs am täglichen Verkehr (Modal Split), der deutschlandweit gestiegen ist. Anhand der Etablierung einer „Fahrradkultur“ in urbanen und suburbanen Räumen ist zu beobachten, dass das Fahrrad neben allen praktischen Vorteilen anscheinend auch eine größere gesellschaftliche Wertschätzung erfährt.

Auch der Radtourismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt und trägt als stark wachsendes Segment einen wichtigen Teil zum touristischen Umsatz in Deutschland bei. Einfache aber auch mehrtägige Ausflüge zu oder entlang touristischer Highlights erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, was auch streckenweise auf eine Qualitätsverbesserung der Radrouten zurückzuführen ist.

Radverkehrskonzept - Abschlussbericht

Kartenmaterial

Folgende Karten zeigen den derzeitigen Stand des Radverkehrsnetzes im Landkreis sowie die Ziele auf dem Weg zum "Fahrradfreundlichen Landkreis".