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Zu viel Restmüll in der Speckitonne

Abfalltrennung ist einfach und kann viel bewirken. Wer Abfall aktiv vermeidet und die Abfälle den dafür vorgesehenen Tonnen und Containern bzw. dem gelben Sack zuführt, schont die Umwelt und kann meistens auch noch Geld sparen. Umso erschreckendere Bilder zeigten sich bei Stichprobenkontrollen von sogenannten Speckitonnen, die kürzlich beim Verwertungsunternehmen Refood in Schwallungen vorgenommen wurden. „Darin fanden sich so viele Fremdbestandteile, dass es fast dem Restmüll glich“, kritisiert Evelyn Warmuth, Fachdienstleiterin Abfall und Altlasten. Die Folge des leichtfertigen Umgangs mit fremdartigen Abfällen: „Der Aufbereitungsaufwand wird immer höher, um zu vermeiden, dass diese Störstoffe zusammen mit dem Gärsubstrat aus der Biogasanlage als Dünger auf den Feldern ausgebracht werden und zur Anreicherung im Boden führen“, gibt die Fachdienstleiterin zu bedenken. „Deswegen müssen Lebensmittel aus den Verpackungen ausgepackt werden. Die Hüllen und Dosen gehören dann in den gelben Sack, die Lebensmittel in den braunen Kübel. „Auch Lumpen, Metalle oder Glasabfälle sind nichts für die Speckitonne“, sagt Warmuth.

Mehr Informationen zur ordentlichen Mülltrennung und fachgerechten Entsorgung von Abfällen unter:
http://www.lra-sm.de/wp/wp-content/uploads/2014/11/Was-entsorge-ich-wo.pdf

Hintergrund Speckitonne: Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen betreibt an verschiedenen Standorten in Breitungen, Fambach, Meiningen, Oberhof, Obermaßfeld, Schmalkalden, Schwickershausen, Steinbach-Hallenberg, Walldorf, Wasungen und Zella-Mehlis die getrennte Sammlung von Küchenabfällen (Speckitonne).

Flächendeckend im Landkreis wird Grünabfall auf 75 Annahmestellen entgegen genommen. Ansonsten wird der anfallende organische Abfall selbst kompostiert oder im Restmüll energetisch verwertet über die Restabfallbehandlungsanlage Südwestthüringen in Zella-Mehlis (RABA).

Hintergrund: Was gehört in die Speckitonne? (siehe auch Entsorgungskalender)

Grundsätzlich sollten Lebensmittelreste so gut wie möglich vermieden werden. Angebrauchte  Lebensmittel sollten bis zum vollständigen Verbrauch gut gekühlt aufbewahrt werden. Viele werfen Lebensmittel weg, nur weil sie das Mindesthaltbarkeitsdatum, das nur die  Eigenschaften eines Produktes garantiert, überschritten haben. Aber es hat nichts mit dem Verderb zu tun. Nicht jedes abgelaufene Produkt muss also in den Müll. Anders das Verbrauchsdatum, das Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch kennzeichnet. Nach Ablauf dieses Datums darf das Produkt nicht mehr verkauft werden. Wer das beachtet, hat kaum noch Essensabfälle. Die nicht vermeidbaren Essensreste sollten entweder selbst kompostiert oder in der Speckitonne entsorgt werden.

Schalen von Obst, Gemüsereste, gekochte Lebensmittel, Eier und Eierschalen, Brot- und Backwarenreste, Milchprodukte und alle anderen Lebensmittel ohne Verpackung dürfen in die Speckitonne. Auch Fleisch, Wurst und Fischreste, tierische Abfälle und Knochen.

Ungeöffnete, verdorbene Lebensmittel sollten aus der Verpackung genommen werden. Wer sich vor möglichen Schimmelsporen in Acht nehmen muss, kann die ungeöffnete Packung im Restmüll entsorgen oder sollte sie im Freien öffnen.