Bildungsausschuss für Erhalt der GS Empfertshausen

Der Bildungsausschuss des Landkreises Schmalkalden-Meiningen wird dem Kreistag empfehlen, im Falle eines Kreiswechsel von Kaltennordheim in den Landkreis Schmalkalden-Meiningen, auch weiterhin auf eine kreisübergreifende Beschulung zu setzen. „Das praktizieren wir zusammen mit dem Wartburgkreis seit Jahren erfolgreich beim Rhöngymnasium in Kaltensundheim und bei der Regelschule Kaltennordheim“, sagte Uwe Möllerhenn (CDU), der den Vorstoß in der jüngsten Sitzung initiierte. Landrätin Peggy Greiser (parteilos) und der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Manfred Heurich (SPD), unterstützten den Vorschlag. Im Falle eines Kaltennordheimer Kreiswechsels könnten nach einhelligem Willen des Bildungsausschusses Schulbezirke auch weiterhin über Kreisgrenzen hinaus gedacht werden, damit auch die Grundschule in Empfertshausen durch eine mögliche kreisübergreifende Kooperation langfristig gesichert werden kann.

Hintergrund ist die Sorge einiger Eltern im Wartburgkreis, dass die Grundschule Empfertshausen bei einem Wechsel der Stadt Kaltennordheim in den Landkreis Schmalkalden-Meiningen gefährdet sein könnte. Die Kaltennordheimer Ortsteile Klings, Fischbach und Andenhausen gehören zum Schulbezirk der Grundschule Empfertshausen im Wartburgkreis. Der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs hatte im Amtsblatt des Wartburgkreises die Sorge geäußert, dass der Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Falle eines Kreiswechsels von Kaltennordheim für die Stadtteile Klings und Andenhausen die Grundschule Kaltennordheim als zuständige Grundschule festlegen könnte. Die Grundschule Empfertshausen mit derzeit 95 Schülern könne dann womöglich die vorgeschriebene Mindestgröße nicht mehr erreichen, so Krebs. Uwe Möllerhenn führte hierzu aus: „Die Grundschule in Kaltennordheim könnte ohnehin nicht alle Schüler aufnehmen.“ Dieses Szenario wäre somit keine Option. „Da die kreisübergreifende Beschulung in Empfertshausen die beste Lösung für alle Beteiligten wäre, sollten hier keine Ängste geschürt werden“, unterstrich Landrätin Peggy Greiser. „Das wäre auch politisch ein fatales Signal, wenn eine Schulschließung die Folge einer freiwilligen Gemeindeneugliederung wäre.“ Auch der Vorsitzende des Bildungsausschusses Manfred Heurich brachte seine Unterstützung für den Vorstoß zum Ausdruck. „Wir haben immer sehr gut mit dem Wartburgkreis zusammengearbeitet, deswegen ist es wichtig, die Debatte zu versachlichen und im Sinne der Eltern und der Schüler ein klares Statement unseres Landkreises abzugeben. Eine kreisübergreifende Beschulung würde hier absolut Sinn machen.“