Katzen: Kein Anlass für Kastrationspflicht

Nachdem die Thüringer Landesregierung am Dienstag eine Verordnung zum Schutz frei lebender Katzen verabschiedet hat (Katzenschutzverordnung), liegt der Verordnungstext inzwischen auf Nachfrage auch dem Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen vor.

Nach der Kabinettsentscheidung wird den Landkreisen und kreisfreien Städten die Möglichkeit eingeräumt, von einer Kastrationspflicht für Haus- und Hofkatzen mit Freigang Gebrauch zu machen. „Dies gilt insbesondere, wenn durch ungezügelte Vermehrung nachweislich Schmerzen, Schäden und Leiden in der freilebenden Katzenpopulation auftreten. Hier könnte im Ernstfall in Abstimmung mit den kommunalen Ordnungsämtern örtlich begrenzt eine Kastrationspflicht erlassen werden.

Derartige Schwerpunkte sehen wir jedoch derzeit im Landkreis Schmalkalden-Meiningen nicht“, sagt Dr. David Sporn, Amtstierarzt im Landratsamt. „Auch der guten Arbeit der Tierauffangstationen in Meiningen, Schmalkalden und Zella-Mehlis ist es zu verdanken, dass das Veterinäramt in der Vergangenheit lediglich in Einzelfällen aktiv werden musste“, so Dr. Sporn. „Alle Beteiligten arbeiten daran, dass der hohe Gesundheitsstatus der Katzenpopulation im Landkreis auch weiterhin erhalten bleibt.“ Grundsätzlich empfiehlt das Veterinäramt eine Kastration bei „Freigängern“, damit die Katzenpopulation nicht unkontrolliert anwächst. „Einen Anlass für eine generelle oder punktuelle Kastrationspflicht im Landkreis sehen wir derzeit aber nicht“, sagt Dr. Sporn.