Der Thüringer Wald – das grüne Herz Deutschlands – ist gemeinsam mit Rhön und Frankenwald eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas. Hier lässt es sich nicht nur gut radeln, skilaufen, klettern sondern selbstverständlich auch hervorragend wandern.

Der historische Kammweg des Thüringer Waldes und wohl bekannteste Höhenwanderweg Deutschlands, der Rennsteig, verläuft im Norden unserer Urlaubsregion und ist gerade hier zwischen Venetianerstein/Inselsberg und Grenzadler/Oberhof am urigsten.

Bekannte Berge wie der Große Inselberg (916 m) im Norden, die Hohe Geba (750 m) im Westen oder der Dolmar (739,5 m) zentral in der Region gelegen sind „strategisch“ schönste Aussichtspunkte und bieten die Möglichkeit, unser Naturerlebnisland aus allen Richtungen zu erschauen.

Bild: Panoramablick von der Hallenburg bei Steinbach Hallenberg

Panoramablick von der Hallenburg bei Steinbach Hallenberg

Bild: Blick vom Dolmar

Blick vom Dolmar

Thematische Wanderwege führen kreuz und quer durch die herrlichen Bergtäler und auf interessante Weise durch die Geschichte. So kann man beispielsweise von Bergknappen und Bergwerken erfahren, von Grenzwegen und Grenzsteinen oder auch bekannten Persönlichkeiten wie dem Dichter Friedrich Schiller, dem Reformator Martin Luther, dem Mitbegründer der deutschen Stenografie Friedrich Mosengeil oder dem Forstmann Heinrich Cotta. Am Grenzwanderweg „Grünes Band“ erfährt der Wanderer hautnah deutsch-deutsche Historie, einhergehend mit unberührter Natur, in deren Biotopverbundsystem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten ihr Rückzugsgebiet gefunden haben. Die Spuren der Kelten kann der Wanderer auf dem Kelten-Erlebnisweg erkunden. Dieser Weg führt von Meiningen durch das Grabfeld bis nach Bad Windsheim im Steigerwald.

Naturlehrpfade und botanische Gärten machen mit der Flora und Fauna nicht nur des Thüringer Waldes vertraut. Im Rennsteiggarten bei Oberhof sind mehr als 4.000 Gebirgspflanzen aus aller Welt zu bewundern und Hochmoore gibt es nicht nur in Schottland sondern auch im Thüringer Wald und in der Rhön.

Sanfter als die Berg- und Waldmassive des Thüringer Waldes zugleich klimatisch rauer und unberührter zeigt sich die Rhön, auch als „Land der offenen Fernen“ bezeichnet, und empfiehlt sich damit den Freunden unverfälschter Natur. Im Jahr 1991 wurde sie von der UNESCO als Biosphärenreservat unter besonderen Schutz gestellt. Sie bietet den Besuchern neben einer kulturellen Vielfalt ein Wanderparadies mit besonderem Charme und bester Aussicht. Als sogenannte Wanderwelt Nr. 1 hält sie ein Netz an Wanderwegen der Extraklasse für den Gast parat. Der Premiumweg „Der Hochrhöner“, umgeben mit zahlreichen Extratouren, lässt jedes Wanderherz höher schlagen.

Von Leutersdorf im Südosten des Landkreises bis nach Breitungen im Nordwesten windet sich die Werra als natürliche Grenze zwischen Thüringer Wald und Rhön; aber sie verbindet auch beide Wanderregionen. Der Werra-Burgen-Steig erklimmt die Hügel mit den rasanten Weitblicken links und rechts der Werra. Er wird gern gegen die Fließrichtung gelaufen, von Burg zu Burg, bis man schließlich das Quellgebiet am Rennsteig erreicht.