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Jahresplanung der regionalen Selbsthilfekontaktstelle

Terminübersicht

DatumUhrzeitTerminbeschreibungOrt
Juli 2026
(in Planung)
Überregionaler Austausch Suchterkrankter
28.09.202614.30 - 16.00 Uhr2. Schulung Selbsthilfe
Thema: Versicherungen in der Selbsthilfe
Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Oktober 2026
(in Planung)
überregionaler Austausch
06.11.202614.00 - 17.00 UhrFördermöglichkeiten für die gesundheitliche SelbsthilfeLandratsamt Schmalkalden-Meiningen
30.11.202614.00 - 17.00 Uhr2. Gruppensprechertreffen Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

Tätigkeitsbericht der regionalen Selbsthilfekontaktstelle

Berichtsjahr 2025

Die für das Jahr 2025 wurden bewilligte Fördermittel erfolgreich und zweckgebunden zur Stärkung und Förderung der regionalen Selbsthilfeaktivitäten im Landkreis Schmalkalden-Meiningen eingesetzt. Die Sachbearbeitung für den Bereich Selbsthilfe- und Gesundheitsförderung wurde durch Frau Ritzmann betreut, deren Engagement maßgeblich zur effektiven Umsetzung der Arbeitsabläufe beitrug und zusätzliche Angebote für Selbsthilfegruppen ermöglichte.

1. Verwaltung der Fördermittel und Antragsbearbeitung

Zu Beginn bzw. zum Ende des Jahres wurden mehrere Anträge durch die Sachbearbeiterin bei verschiedenen Stellen, darunter dem Thüringer Landesverwaltungsamt, der Ehrenamtsförderung des Landkreises, dem GKV-Spitzenverband und der AOK plus erfolgreich gestellt.

Parallel dazu konnten Selbsthilfegruppen im Landkreis erneut Anträge auf kreiseigene Fördermittel einreichen. Diese Anträge wurden auf Basis von Kriterien wie Gruppengröße und geplanten Aktivitäten geprüft und bewilligt. Die Erstellung der Zuwendungsbescheide erfolgte zeitnah.

Zur Erleichterung der Mittelverwendungsnachweise wurde eine Ausgabenliste, die zusammen mit einem Sachbericht zum Jahresende in der regionalen Selbsthilfekontaktstelle eingereicht wird, genutzt.

2. Betreuung und Würdigung von Selbsthilfegruppen

Auch im Jahr 2025 konnten zehn Selbsthilfegruppen ein Jubiläum begehen. Die öffentliche Wertschätzung der ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen erfolgte im Rahmen des Bühnenprogramms am 20. September zum Familienaktionstag. Die Sachbearbeiterin für Selbsthilfe- und Gesundheitsförderung überreichte nach einer kurzen Ansprache den anwesenden Selbsthilfegruppen eine Urkunde, ein Blumenpräsent sowie eine Geldprämie zur freien Verwendung. Nicht anwesende Selbsthilfegruppen erhielten die Wertschätzung im Nachgang der Großveranstaltung überreicht.

Zusätzlich wurden im Jahr 2025 elf Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich in der Selbsthilfe regional engagieren. Im Rahmen des Bühnenprogramms am Familienaktionstag erhielten diese Personen eine Einladung zur Ehrenamtsgala des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie ein Blumenpräsent. Die offizielle Würdigung erfolgte bei der Ehrenamtsgala im November. Neben einem kleinen Kulturprogramm hielt die Landrätin eine Ansprache.

Für die kontinuierliche Unterstützung bestehender, neuer Gruppen aber auch für Anliegen der Bürger*innen, stand die Selbsthilfekontaktstelle jederzeit telefonisch, schriftlich oder auch persönlich zur Verfügung. Häufig erfolgten auch Außendienste für Beratungen und Vorstellung der regionalen Selbsthilfearbeit.

Geplante Neugründungen für Themen wie Drogensucht, Essstörungen, Stottern, sexuelle Gewalt und Alleinerziehende konnten aufgrund mangelnder Anfragen 2025 nicht umgesetzt werden. Zu diesen Themen werden aber auch 2026 Betroffene und Angehörige aktiv gesucht.

3. Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsförderung

Viele bestehende Selbsthilfegruppen verzeichnen Nachwuchsprobleme, insbesondere auf Leitungsebene. Hier wurde die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit auch im Jahr 2025 u.a. durch Presseartikel, Flyer und Plakate, sowie die Einbindung in Netzwerke wie das „Netzwerk Pflege“ und das Projekt „InkluWir“ fortgeführt. Auch der Familienaktionstag im September trug zur Steigerung des Bekanntheitsgrades von Selbsthilfegruppen sowie der Selbsthilfekontaktstelle bei.

Im August führte die Selbsthilfekontaktstelle ein erstes Vernetzungstreffen mit der InkluWir Ehrenamtsagentur durch. Ziel war es, die Ehrenamtsagentur bei den Selbsthilfegruppen vorzustellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Ehrenamtlichen und der Selbsthilfe zu erkunden. Auch wenn sich leider herausstellte, dass nicht jeder ehrenamtlich Tätige für die Selbsthilfe geeignet ist und eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtler*innen und den Selbsthilfegruppen nur punktuell möglich sein wird, war diese Veranstaltung ein Erfolg. Denn die Teilnehmenden der Selbsthilfe kamen zu dem Schluss, dass eine gemeinsame Strategie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit eine gute Idee wäre. Erste Vorbereitungen zur Gründung einer Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfegruppe“ wurden durch die Selbsthilfekontaktstelle angeschoben und beim Gruppensprechertreffen am 1. Dezember an alle Selbsthilfegruppen übermittelt. Die Kick-Off-Veranstaltung wird für Frühjahr 2026 fokussiert.

Die Homepage der Selbsthilfekontaktstelle wurde 2023 umfangreich überarbeitet und stetig aktualisiert. Leider erfolgte im August 2025 ein Hacker-Angriff auf die Homepage des Landratsamtes Schmalkalden-Meiningen. Da die Seiten der Selbsthilfekontaktstelle über die Homepage des Landratsamtes geschaltet waren, steht diese momentan nicht zur Verfügung. Wann die neue Homepage und somit die Selbsthilfekontaktstelle wieder online erreichbar sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Die Unterstützung der Gruppen bei der Erstellung professionellerer Flyer war eine wertvolle jedoch auch sehr zeitintensive Ergänzung der Öffentlichkeitsarbeit. Ergänzend wurden Flyer der Gruppen gebündelt an Arztpraxen und Beratungsstellen verteilt.

4. Veranstaltungen und thematische Aktionswochen

Zwei Gruppensprechertreffen fanden 2025 (im Februar sowie im Dezember) statt. Zum Jahresbeginn wurden die Bedarfe an Schulungen und Aktivitäten erfasst, welche im Jahresverlauf erfreulicherweise auch alle umgesetzt werden konnten.

Beim zweiten Gruppensprechertreffen wurden Wünsche und Bedarfe für das kommende Jahr (2026) aufgenommen. Folgend begannen bereits zum Jahresende 2025 erste Planungsschritte für die Umsetzung.

Erfreulicherweise konnten zum zweiten Gruppensprechertreffen einige Mitglieder aus den beiden SHG´s für Gehörlose einbezogen werden. Daher wurden für die Veranstaltung zwei Gebärdendolmetscher online gebucht. Auch dieser Austausch war gewinnbringend für alle Beteiligten. Das Thema Inklusion konnte zumindest beim zweiten Gruppensprechertreffen gelebt werden.

Bereits im März konnte den Mitgliedern der Selbsthilfegruppen aber auch unseren Bürger*innen des Landkreises ein gesundheitsförderliches Online-Angebot „Entspannungs-Roulette – glücklich mit Entspannung“ unterbreitet werden. Inhaltlich ging es um verschiedene Entspannungsverfahren, die Jeder für sich anwenden kann. Hierzu wurde ein Link kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Im April 2025 konnte die erste Schulungsmaßnahme für die Selbsthilfegruppen des Landkreises Schmalkalden-Meiningen durch das DRK Meiningen umgesetzt werden. Es ging, wie im Jahr zuvor um „Erste Hilfe in der Selbsthilfe“. Zusätzlich zum Thema, wurde den Teilnehmenden der regionale Hausnotruf sowie der Pflegestützpunkt, als Beratungsstelle vorgestellt.

Die Selbsthilfegruppen wurden von Anfang an umfassend in die Planungen des Familienaktionstages 2025 einbezogen. Die Sachbearbeitung Selbsthilfeförderung stellte bereits beim Gruppensprechertreffen Anfang 2025 den Familienaktionstag als Nachfolgeformat des früheren Selbsthilfe- und Gesundheitstages vor. Gemeinsam wurde entschieden, einen großen Gemeinschaftsstand zum Thema Selbsthilfe zu gestalten.

Die Selbsthilfekontaktstelle übernahm die Planungen unter Beteiligung einiger Gruppen für Standmaterialien (Pavillons, Tische, Infomaterialien, Materialien für Kreativangebote), Auf- und Abbauphase sowie den Einsatzplan für die Betreuung des Gemeinschaftsstandes.

In einem weiteren Online-Treffen wurden Ideen gesammelt, um diesen Stand möglichst attraktiv zu gestalten. Daraus entstanden folgende Mitmachangebote, die durch die Selbsthilfekontaktstelle geplant und umgesetzt wurden:

 „Was bedeutet Selbsthilfe für Dich?“

Für diese Aktion wurde ein Banner mit einem großen Baum gestaltet. Die Besucher konnten gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfegruppen ins Gespräch kommen und ihre persönlichen Antworten auf vorbereiteten Blättern festhalten, die dann auf dem Banner angebracht wurden. Die Blätter sind leicht abnehmbar und können auch in der Zukunft jederzeit neu beschrieben werden. Im Allgemeinen wurde dieses Mit-Mach-Angebot so angelegt, dass es auch für spätere öffentliche Veranstaltungen durch die Selbsthilfekontaktstelle aber auch für die Selbsthilfegruppen nutzbar ist.

„Hand in Hand – gemeinsam füreinander da“

Unter diesem Slogan wurden zwei weitere Banner gestaltet. Besucher des Familienaktionstages hatten die Möglichkeit, ihre Handabdrücke zu hinterlassen. Ziel war es, ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung zu schaffen und die Vielfalt der Selbsthilfe in der ländlichen Region hervorzuheben. Auch diese Banner können zukünftig zur Standdekoration (Maße entsprechen der Länge von Bierzeltgarnituren.) bei Messen/Veranstaltungen genutzt werden.

Ergänzend bot die Selbsthilfegruppe Organtransplantierte ein weiteres, sehr gut angenommenes Mitmachangebot an. Mit Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle konnten ehrenamtliche Tätowierer gewonnen werden, die nach fachlicher Beratung durch die SHG das Organspenderzeichen tätowierten.

Bei der Planung der Woche der pflegenden Angehörigen vermittelte die Selbsthilfekontaktstelle passende Selbsthilfegruppen an die Organisatoren, stellte Informationsmaterial zur Verfügung und warb bei den Vorträgen für die regionale Selbsthilfe.

Während der Woche der seelischen Gesundheit wurde durch den Sozialpsychiatrischen Dienst des Landratsamtes Schmalkalden die Selbsthilfe in unseren Flächenlandkreis getragen. Es erfolgten vier offene Beratungssprechstunden für psychisch Erkrankte und deren Angehörige an verschiedenen Standorten im Landkreis. Immer dabei, die passenden Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen oder der Selbsthilfekontaktstelle.

Ergänzend zu den Beratungssprechstunden, wurde ein überregionaler Erfahrungsaustausch Suchterkrankter umgesetzt. In den Räumlichkeiten des Landratsamtes kamen erstmalig die Suchtgruppen aus den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Suhl und dem Wartburgkreis zusammen. Es entstand schnell ein reger Austausch mit dem Fazit, ab dem kommenden Jahr derartige Treffen alle drei Monate stattfinden zu lassen. Die ersten Termine für 2026 stehen bereits fest.

Der bewegte Erfahrungsaustausch führte die Gruppensprecher und einige Mitglieder in diesem Jahr durch den forstbotanischen Garten in Wasungen. Hier führte der Bürgermeister der Stadt Wasungen höchstpersönlich durch die Anlage und gab viel Wissenswertes über die Bäume und Sträucher der Anlage wieder. Nach der einstündigen Führung trafen sich alle in gemütlicher Runde um über die Selbsthilfe gruppenübergreifend zu sprechen. Die Selbsthilfekontaktstelle begleitete den Ausflug, gab Gesprächsimpulse und vernetzte die Anwesenden miteinander. Neben dem Vernetzungsgedanken soll diese Veranstaltung auch die ehrenamtliche Tätigkeit in der Selbsthilfearbeit würdigen. Auch im kommenden Jahr wird der bewegte Erfahrungsaustausch wieder ein Highlight sein.

5. Netzwerkarbeit und langfristige Projekte

Die Selbsthilfekontaktstelle ist seit 2019 Mitglied im Netzwerk Pflege und beteiligt sich an den regelmäßigen Netzwerktreffen. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, die Selbsthilfegruppen in Fachkreisen zu thematisieren und somit zu bewerben.

Seit 2023 ist die regionale Selbsthilfekontaktstelle Mitglied in der Arbeitsgruppe im Projekt „InkluWir“. Dieses Projekt vermittelt Ehrenamtliche mit Suchenden, plant und setzt neue Veranstaltungen im Bereich Ehrenamt um. Durch die Mitarbeit der Kontaktstelle wird hier die Selbsthilfearbeit im Landkreis verstärkt eingebunden.

Durch die Kooperation mit lokalen Akteuren im Rahmen des Familienaktionstages konnten im Jahresverlauf neue Kontakte geknüpft werden. Zu benennen ist hier der Kreissportbund Schmalkalden-Meiningen e.V., Mitarbeiter*innen der Stadt Schmalkalden, Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie dem Rettungsbereich wie der Polizei, DRK usw.

Weiterhin ist die regionale Selbsthilfekontaktstelle ständiges Mitglied im Sozialbeirat. Gemeinsam mit anderen Akteuren aus dem Landkreis wurde in dieser Arbeitsgruppe die Fortschreibung des LSZ (Landesprogramm Solidarisches Zusammenleben der Generationen) bearbeitet. Die Selbsthilfe konnte in dieser Fortschreibung einfließen und mitgedacht werden.

Die regionale Selbsthilfekontaktstelle nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Sozialplanung des Landratsamtes teil. Hier erhält sie Einblicke über Konzepte sowie anstehende Aktionen. Die hier erlangten Kenntnisse kann für die Selbsthilfeförderung im Landkreis von großem Vorteil sein.

Kooperationen mit regionalen Krankenhäusern lassen weiterhin zu wünschen übrig. Dennoch bestehen, die in den Vorjahren angeschobenen Strukturen weiterhin. So arbeitet das Brustkrebszentrum in Verbindung mit der Selbsthilfegruppe Brustkrebs Meiningen oder auch das Darmzentrum mit der SHG Darmkrebs zusammen. In unregelmäßigen Abständen ist die Selbsthilfekontaktstelle auf die Kliniken zugegangen und hat zumindest punktuell die Vernetzung versucht anzuschieben. Die Krebsberatungsstelle des Helios Klinikums ist ein Beispiel hierfür.

Ein weiteres wichtiges Projekt, „Verrückt? Na und!“, das psychische Gesundheit bei Schüler*innen thematisiert, wurde ebenfalls fortgeführt und durch Mitglieder der Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt. Hier wirbt die Sachbearbeiterin kontinuierlich in den Selbsthilfegruppen psychisch Erkrankter und stellt entsprechende Kontakte zur Koordinatorin her.

6. Fort- und Weiterbildungen

Zum Jahresbeginn nahm die Sachbearbeiterin an der Fortbildung "Grundlagen der Selbsthilfeunterstützung" in Erfurt teil und konnte neben dem bereits bekanntem Wissen auch viele neue Impulse aufnehmen.

Das jährliche Netzwerktreffen der Selbsthilfekontaktstellen musste leider aufgrund der Planungen des Familienaktionstages entfallen.

Für das kommende Jahr stehen bereits neue Fortbildungsformate an.

Fazit

Zusammenfassend konnte die Selbsthilfekontaktstelle 2025 mit vielen Maßnahmen die Selbsthilfestrukturen im Landkreis stärken und weiter ausbauen. Die Planung für das Jahr 2026 sieht eine Fortführung und Vertiefung dieser Arbeit vor, insbesondere durch verstärkten gruppenübergreifenden Austausch und die Förderung von Neugründungen.

Gefördert von:

Logoleiste für die Selbsthilfekontaktstelle mit Auflistung der Fördermittelgeber

Ansprechpartner

Fachdienst Gesundheit – Selbsthilfekontaktstelle
Tel.: 03693/485-8701
Fax: 03693/485-8470
E-Mail: gesundheitsfoerderung@lra-sm.de

Tätigkeitsbericht zum Download

Tätigkeitsbericht 2025 [PDF]

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