Beratung und Testangebote für HIV und STI
Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind weit verbreitet und können jede Person betreffen. Eine frühzeitige Beratung und gegebenenfalls Testung können helfen, Infektionen rechtzeitig zu erkennen, zu behandeln und andere zu schützen.
Die STI-/HIV-Beratung ist eine gesetzliche Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Sie dient der Aufklärung, Vorsorge und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.
Neben HIV zählen unter anderem auch Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien, Hepatitis sowie weitere Infektionen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Beratungsangebot und Testmöglichkeiten
Das Gesundheitsamt bietet eine vertrauliche Beratung zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV an. In einem persönlichen Gespräch können Fragen geklärt, individuelle Risiken besprochen und geeignete weitere Schritte abgestimmt werden.
Nach der Beratung besteht die Möglichkeit, Tests auf ausgewählte sexuell übertragbare Infektionen in anonymer Umgebung durchführen zu lassen. Zusätzlich können anlassbezogene personalisierte STI-/HIV-Testungen durchgeführt werden. Für diese Untersuchungen erfolgt je nach Fragestellung eine Blutabnahme und/oder die Abgabe einer Morgenurinprobe.
Wann ist eine Testung sinnvoll?
Eine Testung kann ratsam sein:
- nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
- bei wechselnden Sexualpartnerinnen und Sexualpartnern
- bei Beschwerden wie Ausfluss, Schmerzen, Brennen, Hautveränderungen oder Juckreiz im Intimbereich
- nach Kontakt mit einer infizierten Person
- vor oder während einer neuen Partnerschaft
- bei Unsicherheiten nach möglichen Risikosituationen
Auch ohne Beschwerden kann eine Testung sinnvoll sein, da viele sexuell übertragbare Infektionen symptomlos verlaufen.
Kosten
Anonyme Testungen sind kostenfrei. Personalisierte Testungen sind kostenpflichtig. Die Kosten setzen sich aus den jeweils anfallenden Laborkosten sowie Verwaltungsgebühren zusammen.
Terminvereinbarung
Terminvereinbarungen sind telefonisch über den nebenstehenden Kontakt möglich.
Häufige sexuell übertragbare Infektionen
Das Landratsamt bietet Testungen für verschiedene sexuell übertragbare Infektionen an. Eine Übersicht mit wichtigen Informationen zu den einzelnen Erkrankungen finden Sie hier [PDF].
Schutzmöglichkeiten und Vorsorge
Kondome
Kondome bieten einen wirksamen Schutz vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen und können gleichzeitig vor ungewollter Schwangerschaft schützen.
Andere Verhütungsmittel wie Pille, Spirale oder hormonelle Verhütungsmethoden schützen vor Schwangerschaft, jedoch nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.
Prä-/Post-Expositionsprophylaxe
PrEP/PEP ist eine medikamentöse Schutzmöglichkeit vor HIV. Sie schützt zuverlässig vor einer HIV-Infektion, jedoch nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen.
Impfungen
Gegen einige sexuell übertragbare Erkrankungen stehen Impfstoffe zur Verfügung. Jungen und Mädchen ab neun Jahren können gegen humane Papillomaviren (HPV) geimpft werden. Die Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Auch gegen Hepatitis B ist eine Impfung möglich. Diese erfolgt in Deutschland meist bereits im Säuglingsalter im Rahmen der Standardimpfungen. Seit 2022 steht für Hochrisikogruppen außerdem ein Impfstoff gegen Mpox zur Verfügung. Die Impfung erfolgt in speziellen Facharztpraxen oder Impfzentren und wird ebenfalls von den Krankenkassen finanziert.
Ansprechpartner
Fachdienst Gesundheit
Telefon: 03693/485-8701 od. -8768
Fax: 03693/485-8470
E-Mail: gesundheitsfoerderung@lra-sm.de
Weiterführende Informationen
Informationen zum Schutz Ihrer Daten
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