Kommunales Jobcenter erreicht Ziele trotz schwieriger Rahmenbedingungen – Ministerium würdigt Arbeit im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie hat die Arbeit des Kommunalen Jobcenters im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Jahr 2025 umfassend ausgewertet und ausdrücklich gewürdigt. „Trotz der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen ist es dem Jobcenter des Landkreises Schmalkalden-Meiningen gelungen, die vereinbarten Ziele weitgehend zu erreichen“, so das Ministerium in seinem Schreiben zur Auswertung der gemeinsamen Zielvereinbarung. 

Besonders deutlich zeigt sich der Erfolg bei der Verringerung der Hilfebedürftigkeit: Sowohl die Ausgaben für Bürgergeldleistungen als auch die Kosten für Unterkunft und Heizung sind im Jahresvergleich spürbar gesunken. Gleichzeitig ging die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Durchschnitt um rund 7,9 Prozent zurück – ein überdurchschnittlicher Rückgang im SGB-II-Bereich in Thüringen. Auch der Langzeitleistungsbezug konnte entgegen dem Trend vieler Vergleichsregionen reduziert werden. Der Anteil der Menschen, die auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind, ist im Landkreis von 4,9 Prozent im Oktober 2024 auf 4,3 Prozent im Oktober 2025 ebenfalls gesunken. Damit liegt Schmalkalden-Meiningen weiterhin deutlich unter dem Thüringer und bundesweiten Durchschnitt.

„Diese Entwicklung ist ein starkes Signal für die Wirksamkeit unserer Arbeit vor Ort. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kommunalen Jobcenters, die sich tagtäglich mit großem Engagement für ihre Kunden und für unsere Unternehmen in unserem Landkreis einsetzen“, betont Landrätin Peggy Greiser.

Ein wesentlicher Faktor für die positive Entwicklung ist auch die veränderte Dynamik bei der Zuwanderung: Der Zugang von ukrainischen Kriegsgeflüchteten sowie von Personen aus klassischen Asylherkunftsländern hat sich im Jahr 2025 deutlich abgeschwächt. Gleichzeitig ist es gelungen, mehr Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

So sank der Anteil der Bedarfsgemeinschaften mit Migrationshintergrund innerhalb eines Jahres um rund 25 Prozent, bei ukrainischen Bedarfsgemeinschaften sogar um etwa 32 Prozent. Mehr als die Hälfte der ukrainischen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren ist inzwischen nicht mehr auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen, sondern geht einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Auch bei der Gesamtentwicklung am Arbeitsmarkt zeigt sich ein differenziertes Bild: Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis insgesamt um 3,9 Prozent auf 40.927 zurückging, konnte bei Beschäftigten mit Migrationshintergrund ein Zuwachs verzeichnet werden.

„Die Zahlen zeigen, dass Integration in Arbeit gelingt – auch unter herausfordernden Bedingungen. Besonders erfreulich ist, dass viele Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zunehmend auf eigenen Beinen stehen und ihren Lebensunterhalt selbst sichern können“, erklärt die Leiterin des Kommunalen Jobcenters, Steffi Ebert.

Trotz eines leichten Rückgangs der Integrationsquote – bedingt unter anderem durch die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung – konnte die Qualität der Integrationen gesteigert werden. So ist der Anteil der sogenannten bedarfsdeckenden Integrationen gestiegen – also sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen, durch die ein Haushalt gänzlich ohne Bürgergeld auskommt. Gleichzeitig wurde der verfestigte Langzeitleistungsbezug weiter zurückgedrängt.

Mit Blick auf das Jahr 2026 stehen bereits neue Herausforderungen an: Durch das 13. SGB II-Änderungsgesetz sowie weitere Anpassungen im Leistungsrecht ergeben sich zusätzliche Anforderungen an die Arbeit des Jobcenters.

„Wir werden uns auch den kommenden Aufgaben mit der gleichen Professionalität und Einsatzbereitschaft stellen. Unser Ziel bleibt es, Menschen nachhaltig in Arbeit zu bringen und soziale Teilhabe zu ermöglichen“, so Steffi Ebert.

Der Landkreis sieht sich damit gut aufgestellt, um auch künftig eine leistungsfähige und verlässliche Grundsicherung für Arbeitsuchende sicherzustellen.