Eingliederung in Arbeit

Beratung - Begleitung - UnterstĂŒtzung

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Foto: LRA

Sie erhalten an 2 Standorten des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sachkundige und rechtssichere Beratung, wenn Sie leistungsberechtigt im Sinne des Sozialgesetzbuches Zweites Buch (SGB II) sind.

Eine erste KlÀrung Ihres Anliegens erfolgt bereits in unserer Servicestelle.

Zeitgleich mit der Bearbeitung Ihres Leistungsantrages beraten Sie unsere Sachbearbeiter Eingliederung in Arbeit  zu Ihren Rechten und Pflichten, besprechen mit Ihnen vertraulich Ihre persönlichen Voraussetzungen zu Ihrer weiteren UnterstĂŒtzung, die in einer Eingliederungsvereinbarung mit Ihnen festgeschrieben wird.

Die erste Beratung beinhaltet neben der Zuweisung eines fĂŒr Sie zustĂ€ndigen Sachbearbeiters Eingliederung das Angebot einer intensiven individuellen Betreuung im Rahmen unserer regionalen UnterstĂŒtzungsangebote beziehungsweise die Vorstellung eventuell erforderlicher Netzwerkpartner.

Besondere WĂŒnsche und Erwartungshaltungen sollten Sie in den regelmĂ€ĂŸigen GesprĂ€chen mit Ihrem zustĂ€ndigen Sachbearbeiter Eingliederung in Arbeit thematisieren, um Ihnen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die beste UnterstĂŒtzung geben zu können.

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Foto: LRA

Ansprechpartner Eingliederung in Arbeit

An beiden Standorten in Meiningen, ObertshĂ€user Platz 1 und in Schmalkalden in der Sandgasse 2 stehen jeweils ein Team in allen Fragen im Zusammenhang mit der Eingliederung in Arbeit beratend und unterstĂŒtzend fĂŒr Sie bereit. Die jeweiligen ZustĂ€ndigkeiten richten sich nach folgender zielgruppenspezifischer Aufteilung:

Zielgruppenspezifische Betreuung

Bitte vereinbaren Sie mit Ihrem zustÀndigen Sachbearbeiter Eingliederung in Arbeit im Vorfeld Ihrer Vorsprache einen Termin. Die Kontaktdaten finden Sie in unseren Anschreiben jeweils im Briefkopf auf der rechten Seite oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit

Vorrangiges Ziel unserer TÀtigkeit ist die Integration erwerbsfÀhiger Leistungsberechtigter in Arbeit oder Ausbildung.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, durch individuell an der Bewerberin oder dem Bewerber ausgerichtete Förderleistungen die Integration in Arbeit oder Ausbildung zu unterstĂŒtzen.

Die Entscheidung, ob und welche Förderungen in Frage kommen, trifft der zustĂ€ndige Sachbearbeiter Eingliederung in Arbeit. GrundsĂ€tzlich mĂŒssen Sie den Antrag vor dem leistungsbegrĂŒndeten Ereignis stellen.

Das zur VerfĂŒgung stehende Leistungsspektrum ist in den §§ 16 bis 16f SGB II verankert.

SGB GesetzbĂŒcherEs folgen ErlĂ€uterungen zu den verschiedenen Förderinstrumenten nach dem SGB II und SGB III :

UnterstĂŒtzung der Anbahnung und Aufnahme einer versicherungspflichtigen BeschĂ€ftigung

(§16 Abs.1 SGB II i.V.m. § 44 SGB III)

ErwerbsfĂ€hige HilfebedĂŒrftige können zur Aufnahme bzw. Anbahnung einer versicherungspflichtigen BeschĂ€ftigung notwendige finanzielle UnterstĂŒtzung beantragen.

z.B.

  • Bewerbungskosten, Reisekosten zum VorstellungsgesprĂ€ch
  • Umzugskosten
  • MobilitĂ€t
  • doppelte HaushaltsfĂŒhrung
  • Arbeitskleidung

Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 SGB III)

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung dienen vorrangig  der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt beziehungsweise der Verbesserung der Eingliederungsaussichten. Sie bieten die Möglichkeit, am individuellen Bedarf orientierte UnterstĂŒtzungsangebote zu unterbreiten.
Dazu gehören beispielsweise:

  • HeranfĂŒhrung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
  • Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen
  • Vermittlung in eine versicherungspflichtige BeschĂ€ftigung
  • HeranfĂŒhrung an eine selbststĂ€ndige TĂ€tigkeit
  • Stabilisierung einer BeschĂ€ftigungsaufnahme

Einstiegsqualifizierung fĂŒr Jugendliche
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 54a SGB III)

Jugendlichen mit eingeschrĂ€nkten Vermittlungschancen werden Perspektiven fĂŒr den Einstieg in die berufliche Ausbildung eröffnet. Arbeitgeber erhalten auf Antrag einen Zuschuss zur AusbildungsvergĂŒtung. Sach- und Personalkosten sind durch die Betriebe selbst zu tragen.

Ausbildungsbegleitende Hilfen
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 75 SGB III)
Benachteiligte Jugendliche können ausbildungsbegleitende Hilfen erhalten, wenn sie zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung benötigen, ohne die der Ausbildungserfolg gefĂ€hrdet wĂ€re. UnterstĂŒtzt werden Maßnahmen, die ĂŒber betriebs- und ausbildungsĂŒbliche Inhalte hinausgehen, zum Beispiel Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, Förderung der Fachpraxis und Fachtheorie sowie sozialpĂ€dagogische Begleitung.

Außerbetriebliche Ausbildungen
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 76 SGB III)

FĂŒr benachteiligte Jugendliche, bei denen eine Vermittlung in ein AusbildungsverhĂ€ltnis auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen und nach Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme nicht erfolgreich ist, kann eine Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen zunĂ€chst fĂŒr das erste Jahr, gegebenenfalls auch bis zum Abschluss der gesamten Ausbildung, gefördert werden. Nach dem ersten Jahr soll versucht werden, die Auszubildenden in einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu vermitteln.

Förderung der beruflichen Weiterbildung
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. §§ 81 ff. SGB III)

Foto: AFZ Walldorf

Foto: AFZ Walldorf

Um an einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung teilnehmen zu können, wird ein Bildungsgutschein benötigt. Dieser kann nur ausgehĂ€ndigt werden, wenn bestimmte Fördervoraussetzungen erfĂŒllt werden. Unter anderem mĂŒssen die Integrationschancen durch die Weiterbildung erheblich verbessert werden. Um den Weiterbildungsbedarf passgenau und individuell zu ermitteln, ist eine ausfĂŒhrliche Beratung durch die Ansprechpartner im Jobcenter notwendig.

GewĂ€hrung von EingliederungszuschĂŒssen an Arbeitgeber
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. §§ 88 ff. SGB III)

EingliederungszuschĂŒsse bieten die Möglichkeit eines finanziellen Nachteilausgleichs fĂŒr den Arbeitgeber, wenn eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer zu Beginn der BeschĂ€ftigung den jeweiligen Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht entspricht. Die grundlegenden Fördermerkmale des Eingliederungszuschusses, erschwerte Vermittlung und Minderleistung, sind dabei zwingende Voraussetzung fĂŒr eine Förderung. Die Höhe der Förderung wird ĂŒber den erforderlichen Ausgleich der Minderleistung bestimmt.

EingliederungszuschĂŒsse fĂŒr behinderte Menschen
(§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 90 SGB III)

Seniorenpark Schmalkalden

Foto: Seniorenpark Schmalkalden

EingliederungszuschĂŒsse fĂŒr behinderte und schwerbehinderte Menschen bieten im Vergleich zu den allgemeinen EingliederungszuschĂŒssen erweiterte Förderungsmöglichkeiten, bezogen auf die Höhe und die Dauer der Förderung. FĂŒr besonders betroffene schwerbehinderte Menschen gibt es darĂŒberhinausgehende Fördermöglichkeiten. Neben dieser speziellen Förderung stehen behinderten und schwerbehinderten Menschen auch die Regelinstrumente zur VerfĂŒgung.

Kommunale Eingliederungsleistungen
(§ 16a SGB II)

Zu den Aufgaben der Suchtberatungsstellen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen zÀhlen:

  • Suchtberatung – Beratung der Suchtkranken und deren Angehörige
  • ambulante Behandlung fĂŒr Suchtkranke und deren Angehörige
  • Beratung fĂŒr alkoholbedingt auffĂ€llig gewordene Verkehrsteilnehmer
  • PrĂ€ventivkontaktstelle

Suchtberatung wird im Landkreis Schmalkalden-Meiningen von folgenden TrÀgern angeboten:

Sozialwerk Meiningen GmbH und Christliche WohnstÀtten Schmalkalden GmbH

Förderung mit dem Einstiegsgeld
(§ 16b SGB II)

Die Förderung mit dem Einstiegsgeld ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung fĂŒr erwerbsfĂ€hige Leistungsberechtige, die arbeitslos sind. Es kann bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigung oder selbststĂ€ndigen TĂ€tigkeit erbracht werden, wenn es fĂŒr die Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist und durch die TĂ€tigkeit entweder die HilfebedĂŒrftigkeit zukĂŒnftig entfĂ€llt, oder wenn die leistungsberechtigte Person durch die TĂ€tigkeit unter Ausschöpfung ihrer individuellen Möglichkeiten erwerbstĂ€tig ist.

Papierakten gehören der Vergangenheit an. Heute werden die Akten digital gefĂŒhrt. Foto: LRA

Papierakten gehören der Vergangenheit an. Heute werden die Akten digital gefĂŒhrt. Foto: LRA

Leistungen zur Eingliederung von SelbststÀndigen
(§ 16c SGB II)

GrĂŒndungswillige und selbststĂ€ndige erwerbsfĂ€hige Leistungsberechtigte können wĂ€hrend des GrĂŒndungsprozesses mit unterschiedlichen Eingliederungsleistungen beim Aufbau einer nachhaltigen SelbststĂ€ndigkeit unterstĂŒtzt werden. Die tatsĂ€chliche NeugrĂŒndung kann durch die Förderung von erforderlichen SachgĂŒtern mit Hilfe der GewĂ€hrung von Darlehen oder ZuschĂŒssen erleichtert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit der Förderung mit Einstiegsgeld. Auch danach kann im Einzelfall die Förderung von notwendigen SachgĂŒtern ĂŒber Darlehen oder ZuschĂŒsse möglich sein. ZusĂ€tzlich können leistungsberechtigte SelbststĂ€ndige im Hinblick auf die Erhaltung oder Neuausrichtung ihrer selbststĂ€ndigen TĂ€tigkeit beraten und durch die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten unterstĂŒtzt werden.

Schaffung von Arbeitsgelegenheiten
(§ 16d SGB II)

Jobcenter sollen fĂŒr erwerbsfĂ€hige Leistungsberechtigte, die keine Arbeit finden können, Arbeitsgelegenheiten schaffen. Die vorrangige Zielsetzung von Arbeitsgelegenheiten ist die (Wieder-)HeranfĂŒhrung von erwerbsfĂ€higen Leistungsberechtigten an den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie dienen dazu, die soziale Integration zu fördern, BeschĂ€ftigungsfĂ€higkeit der Menschen aufrecht zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen und die Chancen zur Integration in den regulĂ€ren Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Förderung von ArbeitsverhÀltnissen
(§ 16e SGB II)

Geförderte ArbeitsverhÀltnisse sind sozialversicherungspflichtige BeschÀftigungsverhÀltnisse ohne BeitrÀge zur Arbeitslosenversicherung. Die Förderung besteht in einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der LeistungsfÀhigkeit der/des erwerbsfÀhigen Leistungsberechtigten und kann maximal 75 % des Arbeitsentgelts betragen.

Kontakt

Meiningen:

Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Fachbereich Arbeit - FD Eingliederung in Arbeit 1
ObertshÀuser Platz 1
98617 Meiningen
Tel.: 03693  485 8444
E-Mail: sst_jobcenter(a)lra-sm.de

Schmalkalden:

Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Fachbereich Arbeit - FD Eingliederung in Arbeit 2
Sandgasse 2
98574 Schmalkalden
Tel.: 03683 682 116 oder 03683 682 215
E-Mail: sst_jobcenter(a)lra-sm.de

Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular.

MerkblÀtter / Informationen

Eine Auswahl an Hinweis- und MerkblĂ€ttern gemĂ€ĂŸ des Sozialgesetzbuches (SGB) Zweites Buch (SGB II).

Die Informationen sind teilweise in deutscher, englischer und arabischer Sprache.

Merkblatt SGB II des Kommunalen Jobcenters

Hinweisblatt geplanter Umzug

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Informationsblatt Maßnahme bei TrĂ€gern

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