Regionale Wirtschaftskraft

Einheimische Unternehmen aus dem gesamten Haselgrund stellten am 7. und 8. April in Steinbach-Hallenberg ihre Produkte und Dienstleistungen einer breiten Öffentlichkeit vor. In der Haseltalhalle nahmen mehr als 60 Betriebe und Institutionen aus dem Bereich Handel, Handwerk, produzierendes Gewerbe an der 11. Gewerbeausstellung teil und präsentierten auf dieser in unserer Region einmaligen Schau die hervorragende Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft unserer Heimat. Landrat Peter Heimrich sprach in seinem Grußwort zur Eröffnung am Samstagvormittag von einem "Pflichttermin" und hob die Errungenschaften der lokalen Unternehmerinnen und Unternehmer in ein besonderes Licht.

Foto: LRA Scholze

Der Gewerbeverein Steinbach-Hallenberg, dem ca. 130 Firmen und Einrichtungen aus dem Großraum Steinbach-Hallenberg und der näheren Umgebung angehören, organisierte zum 11. Mal eine Gewerbemesse, die erneut großen Anklang in der Region fand.  Die Organisatoren boten den Teilnehmern und Gästen ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops und verschiedenen Showeinlagen.

Markus Böttcher, stellvertretender Vorsitzender des Gewerbevereins Steinbach-Hallenberg e.V., resümiert, dass die Händler, Handwerker und Vertreter der Industriebetriebe begeistert waren und die Veranstaltung als sehr erfolgreich einschätzten.

 

Thema Fachkräftegewinnung

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen unternehmensrelevanter Themen. Der Einladung zur Podiumsdiskussion auf der Bühne waren Sascha Zmiskol, Geschäftsführer der Rennsteig Werkzeuge GmbH, Stephan Herrmann, Bereichsleiter Agentur für Arbeit, Gerald Ullrich, Mitglied des Bundestages und Geschäftsführer von Plasttechnik Hohleborn Gesellschaft für technischen Spritzguss mbH, Gabriele Heymann, Leiterin Regionalstelle GFAW Suhl, Andrea Scholze, Sachbearbeiterin Arbeitgeber-Service des Kommunalen Jobcenters im Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Axel Tödt, SüfiFa – Südthüringen findet Fachkräfte, gefolgt. Der Fachkräfteengpass in der Region stand im Mittelpunkt der Diskussion, ein Thema, das die Betriebe ernsthaft beschäftigt und zum Handeln zwingt.

Foto: LRA Scholze

Die Redner zeigten verschiedene Möglichkeiten auf, um Fachkräfte neu zu gewinnen oder zu halten.  Auf der Bühne wurden praktische Beispiele vorgetragen, verschiedene Projekte und Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert.

Patenschaften vorgestellt

Das Kommunale Jobcenter nutzte die Gelegenheit, um bei diesem Workshop das Modellprojekt Patenschaften zu präsentieren und es als eine gute Möglichkeit für ein nachhaltiges Beschäftigungsverhältnis mit langzeitarbeitslosen Menschen aus der Region, vorzustellen. Den Anwesenden wurden Inhalt, Ablauf und Ziel des Patenschaftsprojektes aufgezeigt. Deutlich gemacht wurde, dass die intensiven Bemühungen hiesiger Unternehmerinnen und Unternehmer für erwerbslose, langzeitarbeitslose Menschen aus der Region lohnend sein können und sich sowohl für Arbeitgeber/Arbeitgeberinnen als auch für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer auszahlen. Die Mitarbeiter des Arbeitgeber-Service beraten zu diesem Projekt, begleiten und betreuen die Beteiligten während der Projektphase.

Innerhalb der betrieblichen Testphase, die bis zu 3 Monate andauern kann, werden die Teilnehmer erprobt und auf ihren künftigen Arbeitsplatz vorbereitet. Eine auf die Tätigkeit bezogene berufliche Weiterbildung kann während der Testphase durchgeführt werden, um den Arbeitnehmer zu qualifizieren. 2017 konnten 11 Arbeitnehmer nach Abschluss des Projektes in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, in diesem Jahr 2018 bislang eine Person.

Lassen Sie sich von den Mitarbeitern des Arbeitgeber-Service zum Patenschaftsprojekt umfassend beraten.

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