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Was bei häuslicher Quarantäne wichtig ist

Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient dem individuellem Schutz und dem Schutz der Bevölkerung vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und verhindert die weitere Verbreitung der Erkrankung.

Die häusliche Quarantäne wird schriftlich vom Gesundheitsamt angeordnet – dies gilt meist für enge Kontaktpersonen (Menschen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde) oder Personen aus Risikogebieten. Die Bescheinigung vom Gesundheitsamt gilt auch gegenüber dem Arbeitgeber als Nachweis. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden!

Weitere Fragen zur medizinischen Betreuung und Versorgung mit Lebensmitteln sowie dem seelischen Wohlbefinden während der Quarantäne beantwortet das Merkblatt „Coronavirus-Infektion und häusliche Quarantäne“ sowie das Merkblatt „Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung“ des Robert-Koch-Institutes (RKI). Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt wichtige Hinweise im Merkblatt „Verhaltensregeln und -empfehlungen für die häusliche Quarantäne“.

Worauf müssen Kontaktpersonen achten?

Es werden enge Kontaktpersonen ermittelt, die ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung haben. Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall werden bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen als enge Kontaktpersonen (mit erhöhtem Infektionsrisiko) definiert:

  1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt MNS [Mund-Nasen-Schutz] oder FFP2-Maske).
  2. Gespräch mit dem Fall (Face-to-face-Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt MNS [Mund-Nasen-Schutz] oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret).
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für > 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt MNS (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Maske getragen wurde.

Aufgrund der geänderten Kriterien für die Einstufung von Kontaktpersonen eines bestätigten COVID-19-Falls in enge Kontaktpersonen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, entfällt die bisherige Einteilung von Kontaktpersonen in Kategorie 1 und Kategorie 2.

Wer mit einem SARS-COV-2 Infizierten engen Kontakt (siehe Definition) hatte meldet sich beim Fachdienst Gesundheit (Tel.: 03693 / 485-8739, E-Mail: hygiene@lra-sm.de). In allen übrigen Fällen wird darum gebeten aufgrund des aktuell hohen Aufkommens von Anrufen abzusehen.

Hinweise zur Anordnung der Quarantäne

Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich für 10 Tage häuslich absondern (Quarantäne) – gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zum bestätigten COVID-19-Fall.

Folgende Ausnahmen gelten bei vollständig gegen COVID-19 geimpften Personen und Genesenen:

  • Wenn es sich bei der engen Kontaktperson um einen früheren PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Fall handelt, ist nur dann keine Quarantäne erforderlich, wenn der Kontakt innerhalb von 6 Monaten nach dem Nachweis der vorherigen SARS-CoV-2-Infektion erfolgte.
  • Vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sind nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie (immungesunde) Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben („Genesene“) und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind.
  • Bei Verdacht auf eine Infektion des laborbestätigten Quellfalls mit einer der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten, ist eine erneute Quarantäne der vollständig geimpften bzw. genesenen Kontaktperson grundsätzlich immer empfohlen.

Wichtige Hinweise bei positivem Testergebnis 

Sie wurden positiv auf das Corona-Virus getestet – Wie geht es jetzt weiter? Alle wichtigen Informationen erhalten Sie im entsprechenden Infoflyer des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.

Corona-Schnelltest positiv – und dann?

Bei einem positiven POC-Anitgenschnelltestergebnis besteht nach Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht. Die betreffende Person muss also dem Gesundheitsamt unverzüglich den Verdachtsfall melden und sich unverzüglich selbst isolieren. Zu den erforderlichen Informationen, die dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen, zählen neben den persönlichen Angaben und der Anschrift insbesondere auch die Erreichbarkeit der getesteten Person, also Telefonnummer und – soweit vorhanden – eine Emailadresse. Die Meldung an den Fachdienst Gesundheit erfolgt vorzugsweise über die E-Mail-Adresse: hygiene@lra-sm.de. Falls keine Mailadresse verfügbar ist, ist das Gesundheitsamt über die Telefonnummer 03693 / 485-8744 erreichbar.

Zur Überprüfung des PoC-Antigen-Schnelltests wird das Gesundheitsamt einen schnellstmöglichen, entsprechend der freien Zeitfenster, vorhandenen Termin zum PCR-Test veranlassen. Eine Überprüfung kann aber auch über den Hausarzt und die Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen durchgeführt werden. Termine hierfür erfolgen ebenfalls über den Hausarzt. 

Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, darf die getestete Person keinen Kontakt zu anderen Personen haben oder die Wohnung verlassen zum Beispiel um einzukaufen. Bestätigt der PCR-Test den Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, ordnet das Gesundheitsamt nach entsprechendem Befundeingang durch das Labor für die infizierte Person eine häusliche Quarantäne an und ermittelt mögliche Kontaktpersonen.

Corona-Selbsttest positiv – und dann? 

Seit kurzem sind Selbsttests auch in einzelnen Discountern und Drogeriemärkten käuflich zu erwerben. Aber wie geht es eigentlich weiter, wenn der selbst erworbene PoC-Antigen-Schnelltest positiv ausfällt?

Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zu Hause in Isolierung begeben, bis das Ergebnis vorliegt. Die AHA+L-Regeln sind weiterhin zu beachten.

Entsorgungsregeln für Abfälle

Die Entsorgungsregeln für Abfälle bei häuslicher Quarantäne finden Sie hier und diese erhalten Erkrankte und deren Umfeld auch direkt vom Gesundheitsamt als Handreichung.

Entschädigungen für Arbeitgeber und Selbständige

Das Thüringer Landesverwaltungsamt gibt Hinweise zu Entschädigungen für Arbeitnehmer bzw.  Arbeitgeber und Selbständige infolge der Coronapandemie.

Umgang mit Haustieren während häuslicher Quarantäne

Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Schmalkalden-Meiningen hat unter dem Menüpunkt „Informationen für Tierhalter und Landwirte“ umfassende Informationen sowie ein Merkblatt für Notfallsituationen aufgearbeitet.

Häusliche Quarantäne für Schülerinnen und Schüler

Aufgrund der hohen Fallzahlen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wird das Gesundheitsamt von den Schulen im Landkreis bei der Erfassung der Kontaktpersonen unterstützt.
Eine häusliche Quarantäne gilt aktuell für 10 Tage; bei Schülerinnen und Schülern kann diese auf 5 Tage verkürzt werden, wenn anschließend ein negativer PCR-Nachweis stattfindet. Die Probenabnahme kann jedoch frühestens an Tag 5 durchgeführt werden, so dass die Quarantäne real erst nach negativem Ergebniseingang beendet werden kann.