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Coronavirus: Gesundheitsamt gibt Überblick zu häufigen Fragen und Antworten

Das Gesundheitsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen hat wichtige Informationsquellen zum Coronavirus SARS-CoV-2 zusammengetragen, damit sich Bürgerinnen und Bürger seriös informieren können. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Links zu wichtigen Institutionen.

Wie erfolgen die Impfungen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen?

Aktuelle Informationen gibt es hier.

Corona-Verdacht: An wen wende ich mich?

Das Gesundheitsamt verfährt streng nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) als gesetzliche Leiteinrichtung für Infektionsschutz:

  • Wer Krankheitssymptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden, Störung des Geruchs- und/oder Geschmacksinns oder trockenen Husten verspürt, meldet sich bitte unbedingt telefonisch bei der Hausarztpraxis und kommt nicht unangemeldet in die Praxis oder Notaufnahme und sollte bis dahin unter strikter Vermeidung von weiteren Kontakten im häuslichen Umfeld verbleiben. So werden Ansteckungen vermieden. 
  • Wer direkten Kontakt zu einer Person hatte, bei der das neuartige SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, meldet sich unverzüglich beim Gesundheitsamt.

Welche Tests kommen zum Einsatz?

In Deutschland wird seit März 2020 umfassend auf Infektionen mit SARS-CoV-2 mittels PCR-Testung getestet. 

Im Oktober 2020 wurde die Nationale Teststrategie um den Einsatz von POC-Antigentests (Schnelltests) erweitert, die Eiweiße des Virus nachweisen. Diese Antigentests mit Probengewinnung durch geschultes Personal tragen zum weiteren Ausbau der Testkapazität bei.

Darüber hinaus stehen seit Ende Februar 2021 auch Antigen-Tests für die Laienanwendung (Selbsttests) zur Verfügung, welche unter anderem im Rahmen von Testkonzepten in Schulen/Kindertagesstätten oder Unternehmen eine Rolle spielen können.

Aufgrund der geringeren Sensitivität und Spezifität von Antigen-Tests (Schnell- und Selbsttests), sollte ein positives Ergebnis im Antigen-Test grundsätzlich mittels PCR-Test bestätigt werden. 

Wo kann ich mich testen lassen?

Die PCR-Tests im Landkreis werden sowohl von zahlreichen Hausarztpraxen als auch von zentralen Abstrichstellen durchgeführt, um andere Arztpraxen und die normalen Stationen der Krankenhäuser zu entlasten. Federführend ist hier die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen. Wichtig: Termine werden nur über die ambulant tätigen Ärzte vermittelt! Wer getestet wird, entscheiden derzeit die Hausärzte. Sie verfahren nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (siehe Fluss-Schema).

Eine Übersicht über die kostenlose Antigen-Schnelltest-Angebote im Landkreis Schmalkalden-Meiningen finden Sie unter  www.lra-sm.de/schnelltest
Test lassen können sich hier alle Bügrer ab dem 7. Lebensjahr. Kinder unter 18 Jahren müssen von einer erziehungsberechtigten Person begleitet werden. Personen mit Symptomen wie akuten Husten, Fieber oder akuten Geruchs- und/oder Geschmacksverlust etc. werden nicht getestet. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf einen Corona-Infektion soll der Hausarzt kontaktiert werden. Auch eine Freitestung zur Verkürzung der Quarantäne ist vor Ort nicht möglich!

Wer bezahlt den Test?

Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die PCR-Testung auf das Coronavirus in einem weiten Umfang. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Arztes, ob eine Patientin, ein Patient getestet werden soll oder nicht. 

Das Corona-Schnelltestangebot des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie der vom Landratsamt beauftragten Drittanbieter ist kostenlos ( www.lra-sm.de/schnelltest).

Alle Arbeitgeber in Deutschland müssen ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, Corona-Tests anbieten. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Industrie- und Handelskammer Südthüringen.

Wichtige Hinweise bei positivem Testergebnis 

Sie wurden positiv auf das Corona-Virus getestet – Wie geht es jetzt weiter? Alle wichtigen Informationen erhalten Sie im entsprechenden Infoflyer des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.

Corona-Schnelltest positiv – und dann?

Bei einem positiven POC-Anitgenschnelltestergebnis besteht nach Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht. Die betreffende Person muss also dem Gesundheitsamt unverzüglich den Verdachtsfall melden und sich unverzüglich selbst isolieren. Zu den erforderlichen Informationen, die dem Gesundheitsamt gemeldet werden müssen, zählen neben den persönlichen Angaben und der Anschrift insbesondere auch die Erreichbarkeit der getesteten Person, also Telefonnummer und – soweit vorhanden – eine Emailadresse. Die Meldung an den Fachdienst Gesundheit erfolgt vorzugsweise über die E-Mail-Adresse: hygiene@lra-sm.de. Falls keine Mailadresse verfügbar ist, ist das Gesundheitsamt über die Telefonnummer 03693 / 485-8744 erreichbar.

Zur Überprüfung des PoC-Antigen-Schnelltests wird das Gesundheitsamt einen schnellstmöglichen, entsprechend der freien Zeitfenster, vorhandenen Termin zum PCR-Test veranlassen. Eine Überprüfung kann aber auch über den Hausarzt und die Abstrichstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen durchgeführt werden. Termine hierfür erfolgen ebenfalls über den Hausarzt. 

Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, darf die getestete Person keinen Kontakt zu anderen Personen haben oder die Wohnung verlassen zum Beispiel um einzukaufen. Bestätigt der PCR-Test den Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, ordnet das Gesundheitsamt nach entsprechendem Befundeingang durch das Labor für die infizierte Person eine häusliche Quarantäne an und ermittelt mögliche Kontaktpersonen.

Corona-Selbsttest positiv – und dann? 

Seit kurzem sind Selbsttests auch in einzelnen Discountern und Drogeriemärkten käuflich zu erwerben. Aber wie geht es eigentlich weiter, wenn der selbst erworbene PoC-Antigen-Schnelltest positiv ausfällt?

Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zu Hause in Isolierung begeben, bis das Ergebnis vorliegt. Die AHA+L-Regeln sind weiterhin zu beachten.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier: Informationen im Zusammenhang mit der Anwendung von Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests) auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 (Stand: 26.04.2021)

Worauf müssen Kontaktpersonen achten?

Es werden enge Kontaktpersonen ermittelt, die ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung haben. Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall werden bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen als enge Kontaktpersonen (mit erhöhtem Infektionsrisiko) definiert:

  1. Enger Kontakt (<1,5 m, Nahfeld) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt MNS [Mund-Nasen-Schutz] oder FFP2-Maske).
  2. Gespräch mit dem Fall (Face-to-face-Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt MNS [Mund-Nasen-Schutz] oder FFP2-Maske) oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret).
  3. Gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und Fall im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für > 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt MNS (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Maske getragen wurde.

Aufgrund der geänderten Kriterien für die Einstufung von Kontaktpersonen eines bestätigten COVID-19-Falls in enge Kontaktpersonen, die ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, entfällt die bisherige Einteilung von Kontaktpersonen in Kategorie 1 und Kategorie 2.

Wer mit einem SARS-COV-2 Infizierten engen Kontakt (siehe Definition) hatte meldet sich beim Fachdienst Gesundheit (Tel.: 03693 / 485-8739, E-Mail: hygiene@lra-sm.de). In allen übrigen Fällen wird darum gebeten aufgrund des aktuell hohen Aufkommens von Anrufen abzusehen.

Hinweise zur Anordnung der Quarantäne

Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich für 14 Tage häuslich absondern (Quarantäne) – gerechnet ab dem letzten Tag des Kontaktes zum bestätigten COVID-19-Fall.

Folgende Ausnahmen gelten bei vollständig gegen COVID-19 geimpften Personen und Genesenen:

  • Wenn es sich bei der engen Kontaktperson um einen früheren PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Fall handelt, ist nur dann keine Quarantäne erforderlich, wenn der Kontakt innerhalb von 6 Monaten nach dem Nachweis der vorherigen SARS-CoV-2-Infektion erfolgte.
  • Vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen sind nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall von Quarantäne-Maßnahmen ausgenommen, ebenso wie (immungesunde) Personen, die in der Vergangenheit eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben („Genesene“) und mit einer Impfstoffdosis geimpft sind.
  • Vollständig geimpfte Personen sowie Genesene innerhalb der ersten sechs Monate nach vorausgegangener SARS-CoV-2-Infektion, die entweder beruflich oder privat einen engen Kontakt zu ungeimpften Risikogruppen haben (z.B. Tätigkeit in einem Pflegeheim oder Pflege von älteren Familienangehörigen), sollten nach Kontakt zu einem bestätigten SARS-CoV-2-Fall wenn möglich die berufliche Tätigkeit bzw. ihren privaten Umgang mit Risikogruppen für 14 Tage nach dem letzten Kontakt zu dem Fall einstellen.
  • Bei Verdacht auf eine Infektion des laborbestätigten Quellfalls mit einer der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten, ist eine erneute Quarantäne der vollständig geimpften bzw. genesenen Kontaktperson grundsätzlich immer empfohlen.

Was müssen Eltern in Begleitquarantäne beachten?

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Schmalkalden-Meiningen hat einen Informationsflyer zur Begleitquarantäne für Eltern veröffentlicht, der die wichtigsten Fragen zur Begleitquarantäne beantwortet. 

Besteht eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung? 

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gilt für jede Person (auch Verkaufspersonal) ab dem  vollendeten 15. Lebensjahr die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken (also sogenannte OP-Masken des Typs II oder II R mit CE-Kennzeichnung oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 bzw. FFP3, jeweils ohne Ausatemventil) im öffentlichen Raum:

  • Geschäfte und Dienstleistungen mit Publikumsverkehr
  • Sitzungen von kommunalen Gremien
  • in Arztpraxen, Praxen von Psycho- und Physiotherapeuten oder sonstigen der medizinischen und therapeutischen ambulanten Einrichtungen
  • im ÖPNV, beim Frisör oder bei der Fußpflege gilt FFP2-Maskenpflicht!

Hier finden Sie eine: Übersicht des Freistaates Thüringen zu den als qualifizierte Gesichtsmasken zugelassenen Maskentypen.

Wichtige Telefonnummern und Links

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wichtige Telefonnummern:

  • Landratsamt Schmalkalden-Meiningen:

    Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an den zuständigen Fachdienst:


    Fragen zum Thema Reiserückkehr bei Einreise aus aktuellen Risikoländern (gesetzliche Meldepflicht) laut www.rki.de:
    Fachdienst Gesundheit, Tel.: 03693 / 485-8744,
    E-Mail: hygiene@lra-sm.de


    Fragen bei Kontakt mit SARS-COV-2 Infizierten:
    Fachdienst Gesundheit, Tel.: 03693 / 485-8739,
    E-Mail: hygiene@lra-sm.de


    Fragen zu Hygienekonzepten:
    Fachdienst Gesundheit, Tel.: 03693 / 485-8733,
    Email: hygiene@lra-sm.de


    Fragen zu Veranstaltungen, Versammlungen und Zusammenkünften beantwortet:
    Fachdienst Ordnung und Straßenverkehr, Tel.: 03693 / 485-8139,
    E-Mail: fb.ordnung@lra-sm.de


    Fragen für den Bereich Gastronomie beantwortet: 
    Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung, Tel.: 03693 / 485-8162,
    E-Mail: gastronomie@lra-sm.de


    Das Landratsamt ist nach wie vor für den Besucherverkehr geschlossen. Termine sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit den zuständigen Sachbearbeitern möglich.

  • Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116 117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes-, wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.
  • Die Hotline des Thüringer Bildungsministeriums zu Fragen rund um die Schließung von Schulen und Kitas ist unter der Telefonnummer 0361/57 – 3411 500 geschaltet.06
  • Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit:
    030 / 346 465 100
  • Hotline der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland:
    0800 / 011 77 22
  • Info-Telefon Landesamt für Verbraucherschutz:
    0361 / 57 3815 099
  • Kostenlose 24-Stunden-Info-Hotline BARMER:
    0800 / 84 84 111
  • Bei Fragen oder Beschwerden zur Absage von Veranstaltungen, zu Reisebuchungen oder anderen Themen, die das Verbraucherrecht betreffen, hilft die  Verbraucherzentrale Thüringen:
    0361/555 14 0  

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