Allgemeine Informationen zu Sozialhilfe

Der FD Soziales entscheidet √ľberwiegend √ľber Anspr√ľche auf Sozialhilfeleistungen nach dem Sozialgesetzbuch, Zw√∂lftes Buch (SGB XII).

Dazu gehören:

  • Wirtschaftliche Hilfen zur Sicherung des notwendigen Lebensunterhalts
  • Grundsicherung im Alter und bei dauerhaft voller Erwerbsminderung
  • Hilfen zur Gesundheit f√ľr Personen, die nicht krankenversichert sind
  • Eingliederungshilfe, um behinderten oder von einer Behinderung bedrohten Menschen die Teilhabe zu erm√∂glichen oder zu erleichtern
  • Hilfe zur Pflege, um die notwendigen Aufwendungen f√ľr die Pflege decken zu k√∂nnen
  • Hilfen zur √úberwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten, wenn besondere Lebensverh√§lt¬≠nisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind und die Leistung nicht vorrangig nach den anderen Hilfearten zu gew√§hren w√§re. Die Hilfe umfasst insbesondere Beratung und pers√∂nli¬≠che Betreuung.
  • Hilfen in anderen Lebenslagen zur Weiterf√ľhrung des Haushalts und zur √úbernahme von Be¬≠stattungskosten. Weiter geh√∂ren dazu die Alten- und Blindenhilfe.

Neben diesen genannten Leistungen wird im FD Soziales auch √ľber Leistungen nach dem Gesetz √ľber den Ausgleich beruflicher Benachteiligungen f√ľr Opfer politischer Verfolgung im Beitrittsgebiet (Berufliches Rehabilitierungsgesetz - BerRehaG) und dem Th√ľringer Blindengeldgesetz (Th√ľrBliGG) entschieden.

Die Sozialhilfe gem. SGB XII umfasst:

Wirtschaftliche Hilfen

Die wirtschaftlichen Hilfen beinhalten die Sicherung der menschlichen Existenz (Ern√§hrung, Unterkunft, Kleidung) f√ľr Personen, die keine Grundsicherung f√ľr Erwerbst√§tige nach SGB II erhalten. Diese Hilfen werden als Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel bzw., wenn die Altersgrenze erreicht ist (derzeit 65 Jahre und 2 Monate, ab Januar 2014 65 Jahre und 3 Monate) oder eine dauerhafte volle Erwerbsminderung vorliegt, auch als Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapitel des SGB XII erbracht.

Hilfe in sonstigen besonderen Lebenslagen

Hilfen zur Gesundheit
  • Diese Hilfen werden Personen gew√§hrt, die nicht krankenversichert sind. Sie entsprechen den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Eingliederungshilfe f√ľr behinderte Menschen
  • Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verh√ľten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und den behinderten Menschen eine weitestgehende Teilhabe (z.B. am Arbeitsleben oder am Leben in der Gemeinschaft) zu erm√∂glichen.
  • Zu den h√§ufigsten Eingliederungshilfeleistungen geh√∂rt die Fr√ľhf√∂rderung in Form von heilp√§dagogischen Ma√ünahmen f√ľr Kinder im Vorschulalter, die Hilfe zur Besch√§ftigung in Werkst√§tten f√ľr behinderte Menschen und die ambulanten, teilstation√§ren oder station√§ren Formen des Betreuten Wohnens.

Leistungen der Eingliederungshilfe sind beispielsweise:

Fr√ľhf√∂rderung

  • Das sind vor allem heilp√§dagogische Ma√ünahmen f√ľr Kinder, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind. Die Hilfe sollte zum fr√ľhestm√∂glichen Zeitpunkt beginnen.
  • Im Landkreis werden ambulante, mobile oder teilstation√§re Fr√ľhf√∂rderma√ünahmen von verschiedenen Einrichtungen angeboten. √úberregional, speziell f√ľr sinnesgest√∂rte, d.h. blinde und sehbehinderte Kinder im nichtschulpflichtigen Alter, wirkt das Blindeninstitut in Schmalkalden.

Hilfe zur Besch√§ftigung in einer Werkstatt f√ľr behinderte Menschen

  • Diese Hilfe erhalten Menschen, bei denen wegen Art und Schwere der Behinderung arbeits- und berufsf√∂rdernde Ma√ünahmen mit dem Ziel der Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht in Betracht kommen.
  • Zwei Tr√§ger des Landkreises halten f√ľr diese Hilfe Angebote in Form von Werkst√§tten vor.
  • Weitere spezielle Angebote f√ľr psychisch kranke, seelisch und geistig behinderte Menschen sowie Suchtkranke finden Sie im Bereich Gesundheit.
 Hilfe zur Pflege
  • Diese Form der Sozialhilfe stellt in der Regel eine Erg√§nzung zu den Leistungen der Pflegeversicherung dar, wenn das eigene Einkommen und Verm√∂gen zur Beschaffung der notwendigen Kosten nicht ausreicht.
Hilfe zur √úberwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten
  • Wenn besondere Lebensverh√§ltnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, ist diese Hilfeart zu erbringen, sofern die Leistungen nicht vorrangig nach den anderen Hilfearten zu gew√§hren w√§ren. Die Hilfe umfasst insbesondere Beratung und pers√∂nliche Betreuung.
Hilfe in anderen Lebenslagen
  • Zu dieser Hilfeart geh√∂ren insbesondere die Hilfe zur √úbernahme von Bestattungskosten sowie die Altenhilfe und die Blindenhilfe. Die Blindenhilfe wird erg√§nzend zum Blindengeld gew√§hrt, wenn das anzurechnende Einkommen und Verm√∂gen unter einer bestimmten Freigrenze liegt.

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