Der globale Umbau des gesamten Energiesystems ist eine Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts. Themen wie Versorgungssicherheit, deren Bezahlbarkeit, die zukünftige Lebensqualität sowie wirtschaftliche Anreize spielen dabei eine große Rolle.

Im Freistaat soll der Anteil der Erneuerbaren am Nettostromverbrauch bis 2020 auf 45 Prozent steigen. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegt der Beitrag der Erneuerbaren an der Stromversorgung bei 15 Prozent – Tendenz klar steigend. Neben ökologischen Effekten bringt der Vormarsch der regenerativen Energien auch wirtschaftliche Effekte mit sich: Dezentral erzeugte und genutzte erneuerbare Energien erhöhen die regionale Wertschöpfung. Eigenes Kapital bleibt in der Region, es erhält und schafft neue Arbeitsplätze und fließt über die Gewerbesteuer auch in kommunale Kassen.

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen hat alle kreiseigenen Dachflächen auf Solar-Tauglichkeit prüfen lassen und die geeigneten Dächer vermietet oder hier selbst Photovoltaikanlagen (PVA) installiert. Die Gesamtleistung aller Anlagen beträgt derzeit etwa 1.020 kWp. Mit dem Ertrag könnten rund 245 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgt werden. Heizhäuser für Schulen und Sporthallen wurden mit BHKW oder Holzpellet-Anlagen ausgestattet. Auch in Sachen Energieeffizienz setzt der Landkreis seit Jahren auf die energetische Sanierung von kreiseigenen Gebäuden.

Seit einigen Jahren setzt der sogenannte Arbeitskreis ENERGIE (AKE) unter Regie der Kreisverwaltung ebenfalls Akzente auf den Themenfeldern Energie und Nachhaltigkeit. Der Arbeitskreis organisiert jährlich die Kreis-Energie-Konferenz und lobt den Energie-Spar-Preis des Landkreises aus, zudem ist er Herausgeber des Energie-Sparbuches. Für eine erfolgreiche Energiewende beraten die Mitglieder des AKE nicht nur den Landkreis und seine Kommunen, sondern auch Unternehmer und Bürger.

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