Kinderschutzfachkräfte ausgebildet

Ab wann liegt eine Kindeswohlgefährdung vor? Welche Formen gibt es? Welche rechtlichen Möglichkeiten? Zu diesen und vielen weiteren Themen fand in den letzten Monaten eine Weiterbildung der Sachbearbeiterin Kinderschutz im Landratsamt, Sandra Paula, statt. Von Anfang Januar bis April 2018 bildete Sie – zusammen mit externen Referenten – die ersten Kinderschutzfachkräfte für 20 Kindertagesstätten im Landkreis aus. Im Rahmen von fünf Modulen behandelte die Weiterbildung Formen der Kindeswohlgefährdung, rechtliche Grundlagen, Gesprächsführung, grenzverletzendes Verhalten sowie die Abschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung. „Für das hohe Engagement der Erzieherinnen und Erzieher möchten wir uns bedanken“, freut sich Sandra Paula über die große Resonanz. Jeder Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt zum Abschluss einen Kinderschutzordner für die jeweilige Kita mit wichtigen Handreichungen. „Unser Ziel ist es, in jeder Kita eine Kinderschutzbeauftragte weiterzubilden, die ihre Kollegen bei Kinderschutzfragen beraten kann und Hilfsmöglichkeiten aufführt. Allerdings ersetzen die Kinderschutzfachkräfte nicht die im Gesetz aufgeführte insoweit erfahrene Fachkraft, die bei der Abschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung hingezogen werden soll“, erklärt Sachbearbeiterin Paula. Die Kinderschutzfachkräfte werden sich künftig jährlich zu einem Arbeitstreffen zur Fallberatung und fachlichem Input zusammenfinden. Geplantes erstes Treffen ist am 6. November 2018.